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Der städtebauliche und architektonische Aspekt von Gargnano zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert ist eng mit der Geschichte der Familie Feltrinelli verflochten, einer bekannten Familie lokaler Herkunft, die sich auf dem Gebiet der Industrie hervorgetan hat. In diesen Jahren nahm Gargnano sowohl die Privathäuser der Familie, als auch eine Reihe von öffentlichen Bauten auf, für die die Familie eine Schirmherrschaft übernommen hatten, um den Anforderungen des täglichen Lebens der kleinen Gemeinde gerecht zu werden (Krankenhaus, Friedhof, Seniorenheim, Kindergarten und Schulen, sowohl im Hauptort der Gemeinde, als auch in ihren Weilern).
Die Autoren dieser architektonischen, vielseitigen Renovierung sind die Mailänder Architekten Francesco Solmi und Alberico Belgioioso.
Unter den Privatresidenzen, die sich einst im Besitz der Familie befanden, sticht besonders die Villa Feltrinelli in San Faustino hervor, deren Bau zwischen 1892 und 1899 von Giacomo Feltrinelli beauftragt wurde. Die Villa im neugotischen Stil besteht aus drei Gebäuden, von denen das höchste einst von einem Turm überragt wurde, der aus Sicherheitsgründen während der Zeit der Italienischen Sozialrepublik, als die Residenz zur Residenz von Benito Mussolini wurde, abgesenkt wurde.




